ERLERNEN SIE SCHRITT FÜR SCHRITT DIE GRUNDLAGEN DES MANGA-STILS

Sie sind ein Fan von Manga-Zeichnungen und würden gerne Ihre eigenen Figuren kreieren? Der Manga-Stil wurde durch japanische Comic-Künstler wie Osamu Tezuka (Astro Boy), Akira Toriyama (Dragon Ball) oder Naoko Takeuchi (Sailor Moon) bekannt und folgt seinen eigenen Regeln.

Entdecken Sie von Proportionen über den Aufbau von Gesichtern bis hin zur Perspektive die grundlegendsten Techniken und das wichtigste Material, um Sie Schritt für Schritt durch Ihre erste Manga-Zeichnung zu leiten.

DIE URSPRÜNGE DES MANGA-ZEICHNENS


Der Manga-Stil geht auf eine alte japanische Kunsttradition zurück, die von Drucken und illustrierten Erzählungen inspiriert ist. Der Begriff wurde von dem Maler Hokusai geprägt und bezeichnete ursprünglich freie, spontane Zeichnungen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verliehen Autoren wie Osamu Tezuka diesem grafischen Stil eine moderne Note. Das Kino sowie westliche Animationsfilme dienten ihnen dafür als Inspirationsquelle. Sie begründeten den typischen Stil, den wir heute kennen: die großen, ausdrucksstarken Augen, die dynamische Erzählweise, die stilisierten Figuren und die markanten Konturen.

Nehmen Sie an einer Creative Class by Caran d’Ache teil: Diese Online-Zeichenkurse richten sich an jedes Niveau – vom Anfänger bis hin zum geübten Zeichner.

UNSER SCHRITT-FÜR-SCHRITT-TUTORIAL FÜR DAS ZEICHNEN EINES GESICHTS IM MANGA-STIL

 

1. Schritt: Zeichnen der Gesichtsform


Zeichnen Sie zunächst einen Kreis und ziehen Sie dann eine vertikale Linie durch die Mitte: auf diese Weise können Sie eine perfekte Symmetrie gewährleisten.

Fügen Sie anschließend drei horizontale Linien hinzu:

• Eine in der Mitte des Kreises, um die Augen zu positionieren

• Eine weitere für die Nase

• Und eine letzte für das Kinn

2. Schritt: Zeichnen der Augen


Zeichnen Sie auf beiden Seiten der vertikalen Linie jeweils ein Auge und halten Sie einen Abstand dazwischen ein.

Ein Gesicht im Manga-Stil weist die folgenden Besonderheiten auf:

• Die Augen sind oftmals recht groß

• Der obere Teil ist markanter

• Die Iris ist gut zu erkennen

• Man kann den Augen ein paar Reflexe hinzufügen, um ihnen zusätzliche Ausdruckskraft zu verleihen

3. Schritt: Zeichnen der Gesichtszüge


Zeichnen Sie ausgehend vom Kreis die Gesichtszüge.

Starten Sie an den Seiten, gehen Sie von da aus leicht nach unten und verbinden Sie danach die Linie mit dem Kinn, um den Kiefer zu formen. Entscheiden Sie sich je nach gewünschtem Stil für ein mehr oder weniger rundes Kinn.

Achten Sie auch auf die Symmetrie: Diese sorgt dafür, dass das Gesicht ausgewogen wirkt.

4. Schritt: Anordnen von Nase und Mund

 
Die Nase ist im Manga-Stil meistens sehr einfach gehalten. Positionieren Sie sie unter der Augenlinie in der Mitte des Gesichts.

Zeichnen Sie für den Mund dann etwas darunter eine kurze Linie. Der Mund kann sehr minimalistisch sein, alles hängt jedoch vom gewünschten Ausdruck ab.
 

5. Schritt: Hinzufügen der Ohren


Die Ohren werden normalerweise zwischen der Augen- und Nasenlinie angeordnet. Auch wenn sie manchmal durch die Haare versteckt sind, sollten Sie sie trotzdem positionieren, um die richtigen Proportionen zu erhalten.
 

6. Schritt: Zeichnen der Haare

 
Definieren Sie zunächst den allgemeinen Stil der Frisur und fügen Sie dann die Details hinzu.
 
Zeichnen Sie jedoch nicht Haar für Haar, sondern gehen Sie nach Volumen vor:
 
• Ein Pony
 
• Strähnen auf der Seite
 
• Volumen am Hinterkopf

7. Schritt: Hinzufügen von Hals und weiteren Details


Zeichnen Sie einen eher schlanken Hals, der unterhalb des Kiefers beginnt.

Fügen Sie dann folgende Elemente hinzu:

• Augenbrauen

• Ein paar Details in den Augen

• Leichte Schatten (Haare und Hals)

8. Schritt: Umsetzen der letzten Feinheiten


Entfernen Sie die Hilfslinien und zeichnen Sie die Hauptlinien nach.

Dabei können Sie eine feine, leichte Linie beibehalten oder auch bestimmte Konturen verstärken, zum Beispiel:

• Die obere Linie der Augen

• Den Pony

• Die Gesichtskontur

WELCHES MATERIAL WIRD FÜR MANGA-ZEICHNUNGEN BENÖTIGT?

 
Für das Zeichnen im Manga-Stil sind nicht viele Utensilien erforderlich.
 
• Ein Grafitstift für die erste Skizze
 
• Ein Knetgummi für Korrekturen, ohne das Papier zu beschädigen
 
• Ausreichend dickes Zeichenpapier, das für Nachbesserungen und Tusche geeignet ist
 
• Ein schwarzer Fibralo™ Brush-Fasermaler oder Tinte zur Fertigstellung der Zeichnung und zum Hinzufügen von Kontrasten
 
Von der Skizze bis zur Tuschezeichnung: Die Utensilien von Caran d’Ache sind bei jedem Schritt Ihrer Manga-Zeichnung Ihr treuer Begleiter.

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Dieses Set wurde entwickelt, um den Besonderheiten des Shōjo-Manga-Stils gerecht zu werden, und bietet eine Farbpalette mit leuchtenden, zarten und ausdrucksstarken Nuancen. Die Farben eignen sich hervorragend, um die verschiedenen Ausdrücke der Augen, die Haare und die Emotionen Ihrer Figuren auf das Papier zu bringen. Gestalten Sie noch schönere Farbverläufe und entdecken Sie die ganze Vielfalt der Nuancen, um Ihren Entwürfen mehr Charakter und Gefühl zu verleihen.

Schaffen Sie mit diesem Set Zeichnungen voller Poesie und sanfter Schönheit. Es ist ein wertvoller Begleiter, um Ihren Stil auszufeilen und Ihr grafisches Universum zu verdeutlichen.

UNSERE TIPPS, UM FORTSCHRITTE IM MANGA-ZEICHNEN ZU ERZIELEN

 

Zeichnen Sie Manga-Gesichter nach


Beobachten und Nachzeichnen sind beim Zeichnen meistens der beste Ansatz. Durch das Nachahmen der Gesichter verstehen Sie, wo die Augen platziert werden müssen, wie ein Volumen geschaffen wird oder warum manche Linien besser funktionieren als andere.

Lesen Sie dafür Mangas und schauen Sie Animes.

Testen Sie verschiedene Stilrichtungen, vergleichen Sie die Zeichnungen miteinander und passen Sie sie an: So entwickeln Sie gleichzeitig Ihren persönlichen Stil.
 

Üben Sie sich in den verschiedenen Gesichtsausdrücken


Die Ausdrucksweise verleiht einer Figur eine bestimmte Persönlichkeit. Eine kleine Änderung an Augen oder Mund kann für ein völlig anderes Ergebnis sorgen.
 
Zeichnen Sie das gleiche Gesicht mehrere Male mit verschiedenen Emotionen: Freude, Wut, Erstaunen ... Auf diese Weise lernen Sie, wie Sie einen Ausdruck vereinfachen und verständlicher gestalten.
 

Zeichnen Sie einfache Posen


Bevor Sie sich an etwas Komplexeres trauen, sollten Sie zunächst mit einfachen Posen beginnen.

Eine Figur, die steht, läuft oder sich leicht bewegt, ermöglicht es, einen ausgewogenen Körper und die Proportionen zu üben. Nach und nach können Sie mehr Dynamik hinzufügen und sich in ausgefalleneren Posen versuchen.
 

Arbeiten Sie an der Perspektive Ihrer Zeichnungen


Die Perspektive verleiht einer Manga-Zeichnung Tiefe und Bewegung. Beobachten Sie die Unterschiede zwischen einer Frontal- und Profilansicht sowie einer Bewegung. Ein Arm, der nach vorn gehalten wird, erscheint größer, als einer, der nach hinten gehalten wird.

Skizzieren Sie Ihre Figuren anhand einfacher Formen und Volumen (Zylinder und Kugeln), um die Perspektive in Ihren Zeichnungen zu trainieren. Spielen Sie ebenfalls mit verschiedenen Größen und Überlagerungen: Nahe gelegene Elemente wirken imposanter und können dahinter liegende Sachen verstecken.


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